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Pressemitteilung 20. Januar 2017


Frauen erhalten schnell Untersuchungsergebnis im Mammographie-Screening

Kooperationsgemeinschaft Mammographie veröffentlicht erstmals Auswertungen zu Wartezeiten zwischen
Untersuchung und Befundmitteilung

20. Januar 2017 / Berlin. 94 Prozent der rund 2,9 Millionen untersuchten Frauen erhalten innerhalb von 7 Werktagen nach der Mammographie-Untersuchung den Befund. Ist eine ergänzende Untersuchung mit Ultraschall und Mammographie erforderlich, erhalten die Frauen in 92 Prozent der Fälle einen weiteren Untersuchungstermin innerhalb einer Woche nach der Befundmitteilung.

„Die Wartezeiten zwischen Untersuchung, Ergebnis und erneutem Termin halten wir so gering, wie es die hohen Qualitätsanforderungen im Mammographie-Screening vorsehen“, sagt Vanessa Kääb-Sanyal, Geschäftsstellenleiterin der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Das Besondere an dieser Brustkrebsfrüherkennung ist die voneinander getrennte Begutachtung der Röntgenbilder von mindestens zwei Ärzten. „Eine Frau im Mammographie-Screening erhält damit automatisch eine ärztliche Zweitmeinung – in mehreren Fällen sogar eine Drittmeinung“, betont Kääb-Sanyal. Denn schon, wenn nur einer der beiden Ärzte eine Auffälligkeit im Brustgewebe feststellt, wird ein dritter Arzt hinzugezogen. Erst dann wird entschieden, ob die Auffälligkeiten weiter abgeklärt werden müssen oder diese als gutartig eingestuft werden können.

„Dadurch stellen wir sicher, dass Frauen nur in einem medizinisch begründeten Verdacht auf Brustkrebs zu einer weiteren Untersuchung eingeladen werden“, betont Kääb-Sanyal. Jedem begründeten Verdacht muss nachgegangen werden, Ärzte stellen zu diesem Zeitpunkt aber keine Brustkrebsdiagnose. Doch machen Frauen sich Sorgen, wenn sie eine Einladung zu einem weiteren Untersuchungstermin bekommen. Deshalb werden die Wartezeiten zwischen Untersuchung, Befundmitteilung und erneuter Untersuchung so kurz wie möglich gehalten.

Rund 130.000 Frauen, erhielten 2014 einen erneuten Untersuchungstermin. Für wiederholt am Screening teilnehmende Frauen entspricht dies einem Anteil von 3%. Bei 33.000 Frauen (1,1 Prozent) konnte der Anfangsverdacht durch ergänzende bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall nicht ausgeräumt werden. Ihnen wurde eine minimal-invasive Biopsie empfohlen. Dabei wird Brustgewebe entnommen und mikroskopisch untersucht. Erst durch diese Untersuchung wird festgestellt, ob es sich um Brustkrebs handelt und der Frau eine Krebs-Diagnose mitgeteilt. Bei knapp 17.000 Frauen war das 2014 der Fall. Das sind 6 von 1.000 untersuchten Frauen.

Download Jahresbericht Qualitätssicherung 2014

 

Hintergrund

Krebs in Deutschland | Brustkrebsneuerkrankungen

In 2013 erkrankten rund 71.600 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs (Robert Koch-Institut 2016); rund 17.800 Frauen starben aufgrund der Erkrankung. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Kooperationsgemeinschaft Mammographie

2002 beschließt der Deutsche Bundestag parteiübergreifend, das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland einzuführen. Im August 2003 wird in gemeinsamer Trägerschaft von den gesetzlichen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) die Kooperationsgemeinschaft Mammographie gegründet. Ihre Aufgabe ist die Koordination, Qualitätssicherung und Evaluation des Mammographie-Screening-Programms. Im Jahr 2005 gehen die ersten Screening-Einheiten an den Start. Seit 2009 ist das Programm in Deutschland flächendeckend umgesetzt. Heute wird das Mammographie-Screening von 95 Screening-Einheiten an rund 400 Standorten angeboten.

Die Evaluations- und Qualitätsberichte der Kooperationsgemeinschaft sind veröffentlicht unter newsroom.mammo-programm.de

Frauen können sich informieren unter www.mammo-programm.de

 

Publikationen

Bericht der Geschäftsleitung 2016

Jahresbericht Qualitätssicherung 2014

Jahresbericht Evaluation 2014

Implementation of the German Mammography Screening Program (German MSP) and First Results for Initial Examinations, 2005-2009

Jahresbericht Qualitätssicherung 2013

Jahresbericht Evaluation 2013

Merkblatt des Gemeinsamen Bundesausschusses

Mammo Report | Dezember 2015

Bericht der Geschäftsleitung 2015

Evaluationsbericht 2005-2012 – Ergebnis- und Prozessqualität im deutschen Mammographie-Screening-Programm

Jahresbericht Qualitätssicherung 2012

Jahresbericht Evaluation 2012

"Ungünstiges Kosten-Wirksamkeits-Verhältnis des sys. Mammografie-Screenings? – Alte Zahlen, neue Bewertung – wie das Swiss Medical Board zu seinen Empfehlungen kommt" von Dr. Vanessa Kääb-Sanyal

"Mammografie-Screening-Programm – Brustkrebsentdeckungsrate und Überdiagnosen" von Dr. Vanessa Kääb-Sanyal

Mammo Report | Berichtszeitraum 2011

Flyer „Gut informiert entscheiden“

Programmbeschreibung

Evaluationsbericht 2011

Qualitätsbericht 2011

Infografiken zum Thema

Bilder zum Thema

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Videos zum Thema

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Thema Brustkrebs

Weitere Antworten rund um das Thema Brustkrebs wie zum Beispiel Risiken und Heilungschancen finden Sie hier. Prof. Dr. med. Katja Siegmann-Luz erklärt wie Brustkrebs entsteht, wie häufig die Krankheit in Deutschland vorkommt und wie die Heilungschancen aussehen.

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Brustkrebs – Risikofaktoren

Weitere Antworten zum Thema Risikofaktoren Brustkrebs finden Sie hierDr. med. Katja Siegmann-Luz erklärt inwiefern Alter, eine genetische Veranlagung oder andere Faktoren das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, beeinflussen. 

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Das Mammographie Screening

Informationsfilm Mammographie Screening Programm

Der Film bietet einen Einblick in das Mammographie-Screening-Programm für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Es wird der Ablauf des Mammographie-Screenings gezeigt und durch Experten erläutert. Ergänzende Informationen zum Film finden Sie auch in der Broschüre „Mammographie-Screening. Früherkennung von Brustkrebs. Was Sie darüber wissen sollten“.

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Frauen im Interview | Betty: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum.

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Falsch-positiver Befund und Überdiagnose im Mammographie-Screening-Programm

50 von 1000 untersuchten Frauen werden zur weiteren Abklärungsuntersuchung eingeladen. Nach der zweiten Untersuchung kann meist Entwarnung gegeben werde. Die Medizin spricht von einem falsch-positiven Befund.
Frau Dr. Karin Bock, Gynäkologin, erklärt außerdem warum sogenannte Überdiagnosen keine „falschen Diagnosen“ sind.

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Frauen im Interview | Gisela: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum.

Diagnosemethoden-Mammographie-Screening-Programm

Diagnosemethoden im Mammographie-Screening-Programm

In der Brustkrebs-Früherkennung kommen unterschiedliche Diagnostikverfahren zum Einsatz. Mammographie, Ultraschall und Magnetresonanztomographie – welche Methode ist die beste? Dr.Juliane Terpe, Radiologin, erklärt die verschiedenen Untersuchungsmethoden.

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Frauen im Interview | Astrid: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum.

Brustkrebs Früherkennung Strahlenbelastung

Brustkrebs-Früherkennung und Strahlenbelastung

Im Mammographie-Screening-Programm wird die weibliche Brust geröntgt, um frühzeitig kleinste Tumoren zu entdecken. Einige Frauen verunsichert die Strahlenbelastung der Untersuchung. Dr. med. Michael Hirning, Radiologe, erläutert, warum der Nutzen der Mammographieuntersuchung das Risiko durch die Strahlenbelastung überwiegt.

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Frauen im Interview | Max: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum

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Frauen im Interview | Ines: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum

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Frauen im Interview | Julia: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum.

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Frauen im Interview | Ingrid: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum.

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Frauen im Interview | Ela: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum.

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Frauen im Interview | Edda: Ich bin dabei, weil

Frauen im Interview zum Thema Früherkennung von Brustkrebs

Neun Frauen sprechen über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm. Erfahren Sie, wie andere Frauen zu Ihrer Entscheidung gekommen sind und warum

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Ich bin dabei | Making Of

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen unseres TV-Spots. Wir haben die Entstehung unseres Spots mit der Kamera begleitet.

Mehr Informationen unter http://www.mammo-ich-bin-dabei.de/